In erster Linie gehts hier um die Freude am Kochen, um gutes Essen und darum, dieses zu teilen.

Als Koch und Designer frage ich mich aber auch, wie es uns gelingt, ein neues Bewusstsein für etwas so alltägliches wie Essen zu schaffen.

Wie lässt sich also die Art und Weise wie wir Lebensmittel wahrnehmen verändern?

Wir kennen alle den Spruch: “Spiel nicht mit dem Essen!“. Er ist gut gemeint und auf den ersten Blick scheint er sinnvoll – soll man doch Essen nicht verschwenden und respektvoll mit Nahrung umgehen (und dennoch werfen wir in der Schweiz mehr als ein Drittel der produzierten Lebensmittel weg!)

Ich habe mich entschieden lieber mit dem Essen zu spielen, Gewohnheiten zu hinterfragen und über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Denn spielerischer Umgang mit Essen ist es, was Aufmerksamkeit, Genuss und Verbindung fördert.

Spielen ist also nicht respektlos – es macht Essen wertvoller, bewusster und magischer.

Es geht darum, Essen nicht nur zu konsumieren, sondern zu erleben –
mit allen Sinnen.

Form, Textur, Präsentation und Interaktion sind Teil des „Spiels“. Wenn man Essen bewusst gestaltet und damit experimentiert, entsteht eine tiefere Verbindung zwischen Mensch und Nahrung.

Ich möchte Essen ganzheitlich denken. Nicht nur den Geschmack, sondern auch die Form, die Geste, den Moment des Essens.

Kochen bedeutet für mich auch mit dem Essen Fragen zu stellten, Neugier zu wecken und neue Perspektiven zu öffnen.

Essen ist viel mehr als nur Nahrung. Es verbindet alles.
Wir alle essen, und genau darin liegt die Kraft: Essen macht uns gleich und schafft Nähe.